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©Foto: Michael Hofmann
Dieser Brauch wird auch in ganz Deutschland praktiziert. Er geht auf das Recht der ersten Nacht zurück. Freunde und Bekannte der Braut entführen sie von der Hochzeit und verstecken sie in einer Lokalität. Der Bräutigam muss die Braut suchen und auslösen. Dabei muss er für die lustige Runde meist die Zeche zahlen. In Bayern ist es außerdem üblich, dass der Bräutigam ein Gstanzl vortragen muss - das ist ein Lied im Dialekt – meist im Dreivierteltakt.
In Bayern ist es üblich, das die Kinder des Ortes oder auch die Ministranten nach der Trauung in der Kirche einen Wegzoll verlangen. Sie sperren die Zufahrtsstraßen meistens mit einer Schnur ab und halten die Autos an. Wenn diese weiterfahren wollen, müssen sie eine kleine Auslöse zahlen.
Maschkern leitet sich ab vom maskieren. Freunde und Bekannte des Brautpaars verkleiden sich und tragen lustige Anekdoten aus dem Leben der Brautleute vor. Ein Harlekin fungiert als Erzähler. Früher Als Dank für diese Darstellung gab es früher eine Mahlzeit, heutzutage gibt es meist einen hochprozentigen Schnaps.
In Bayern ist es Brauch, dass der sogenannte Hochzeitslader das Brautpaar bei Planung und Durchführung der Hochzeit unterstützt. Der Hochzeitslader bringt sich aktiv in die Feier ein und übernimmt oft die Aufgabe des Moderators bei der Feier. Der Begriff Hochzeitslader stammt aus der Zeit, als Papier noch sehr teuer war, daher ging eine Person von Tür zu Tür und die Gäste mit einem Vers zur Hochzeit eingeladen hat. Da kommt auch heute noch öfters vor. Der Hochzeitslader hat immer einen mit Bändern verzierten Stock dabei. Die Farben der vier Bänder symbolisieren Liebe (rot), Treue (blau), Hoffnung (grün) und Jungfräulichkeit (weiß).
In einigen Regionen Bayerns ist es Brauch, ein Bescheid-Tüchlein mit zur Hochzeit zu bringen. In dem Tuch befindet sich ein beliebiger Geldbetrag als Beitrag zur Hochzeitsfeier. Am Schluss des Festes kommt das Tüchlein wieder zum Einsatz. Die Gäste dürfen sich darin die Essenreste einpacken und mit nach Hause nehmen.
Das Baumstammsägen ist ein uralter bayrischer Hochzeitsbrauch. Vor der Kirche wird ein Baumstamm aufgebaut. Das Brautpaar muss mit einer Säge den Baumstamm zersägen. Die vermählten Eheleute sollen so beweisen, dass sie gut zusammenarbeiten können.
Oft wird das Schneider Knien als Auslöse für die Brautentführung praktiziert. Der Bräutigam muss auf der spitzen Seite eines Holzscheits knien und – zum Beispiel - möglichst schnell 10 Kosenamen für seine Braut aufzählen. Anschließend kann sich die Braut noch weitere Aufgaben für ihren Bräutigam ausdenken. Erst wenn der Bräutigam diese gelöst hat, darf er wieder aufstehen. Dieser Brauch ist eine sehr schmerzhafte Prozedur und bleibt dem Bräutigam wohl in ewiger Erinnerung.
Das Kranzlpaar besteht meist aus einer ledigen Freundin der Braut und einem unverheirateten Freund des Bräutigams. Aufgabe des Kranzlpaares ist es, die Trauzeugen bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Sie verteilen vor der Kirche meist die Anstecker (z.B. eine Blume im Knopfloch). Außerdem ist es die Pflicht des Kranzlpaars, nach den Brautleuten als erstes Paar auf dem Tanzparkett zu stehen. Ist das nicht der Fall, müssen sie eine Runde ausgeben.
Zu einer Traumhochzeit in einem Märchenschloss, umrahmt von einem majestätischen Bergpanorama, eingetaucht in stimmungsvolle Seenlandschaften. Das Fünf-Seen-Land im wunderschönen Oberbayern liegt im Südosten des Freistaats und grenzt im Süden und Osten an Österreich. Oberbayern gilt seit jeher als bedeutendstes nationales und internationales Tourismus-Gebiet. Weltweit bekannte Sehenswürdigkeiten wie die Schlösser des König Ludwig II und die Attraktionen in der Landeshauptstadt München begeistern Gäste aus aller Welt. Nicht zu vergessen die schier unendlichen Naturschönheiten, die viele zukünftige Ehepaare gerade in dieser Region vor den Traualtar locken. Die bezaubernden Seen wie der Chiemsee, Starnberger See, Tegernsee, Walchensee oder die Osterseen präsentieren sich als perfekte Hochzeits-Destination in einer traumhaften Naturlandschaft.


